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Südflugel des Louvre mit Saal 711 Mona Lisa

Louvre in Paris: Tipps für den ersten Besuch

Der Grand Palais de Louvre in Paris ist wohl das berühmteste Museum der Welt. Du findest hier nicht nur Meisterwerke der Kunst und der Geschichte, sondern auch interessante Artefakte der Archäologe. Bei meinem ersten Besuch konzentrierte ich mich nur auf wenige Exponate. Wie kann man den Louvre genießen, ohne sich im Labyrinth der vielen Prunksäle, Treppenhäuser und Kunstwerke zu verlieren? Wie bereitet man sich am bester vor?

So habe ich meinen ersten Louvre-Tag geplant

Auf der Louvre-Webseite kaufte ich die Tickets und buchte einen Zeitslot. 17 Euro habe ich für das Ticket bezahlt (Stand: 2025). Die Online-Buchung mit Zeitslot erspart die langen Wartezeiten am separaten Eingang. Ich mag den Zutritt durch die Glaspyramide, die man auch unterirdisch über die Metros 1 und 7 erreicht.

Hier gibt es auch ein großes Shopping-Areal mit Cafés, Boutiquen und Souvenirläden. Auch Reste der alten Fundament-Mauer kann man hier sehen. Dieses Gemäuer stammt von der mittelalterlichen Festung, dem sogenannten Louvre-Palast (Château du Louvre), der im 12. Jahrhundert als Militärbefestigung errichtet wurde, um die Stadtmauer von Paris zu verstärken. 

Eingang unter der Glaspyraminde

Unter der Glaspyramide findest du auch zahlreiche Schließfächer für die Garderobe und Taschen. Hilfreich ist die Louvre-Map, die an den Infoständen in mehreren Sprachen ausliegt. Bevor ich in die Ausstellungsräume ging, erstellte ich mir einen konkreten Plan, welche Werke ich an meinem ersten Besuchstag anschauen möchte. Mir war es wichtig, dass ich trotz der weiten Wege und hohen Besucherströme nicht gleich die Lust verliere.

Einen detaillierten Grundriss mit den Flügeln Denon, Sully und Richelieu findest du auf der offiziellen Louvre-Seite: Interaktive Karte des Louvre. Für die Daten, Fakten und Highlights empfehle ich den Wikipedia-Beitrag.

Meine Route durch den Louvre

Der Louvre ist riesig und überwältigend. Ich wählte lieber gezielt ein paar Highlights aus: Die Ölgemälden „Mona Lisa“ und Veroneses „Hochzeit zu Kana“, den Raum mit etruskischer Kultur und die alten Grundmauern der Bastion Louvre.

Mona Lisa – das berühmteste Lächeln der Welt

Raum 711, Denon-Flügel

Wer in den Louvre geht, möchte sie sehen: die „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci, gemalt zwischen 1503 und 1506. Das geheimnisvolle Lächeln und die rätselhafte Landschaft im Hintergrund werden als etwas ganz Besondere angesehen. Das Gemälde ist auf einer dünnen Pappelholztafel gemalt und ist durch eine großen Vitrine aus Panzerglas geschützt.

An meinem Besuch war der Raum 711 überfüllt. Ich habe mich allerdings nicht vom Gedränge abschrecken lassen. Am besten, man stellt sich etwas abseits und beobachtet die Besucherströme und die Selfie-Akrobaten.


Die Hochzeit zu Kana – ein Festmahl auf Leinwand

Raum 711, gegenüber der Mona Lisa

Gleich gegenüber hängt das Meisterwerk „Die Hochzeit zu Kana“ von Paolo Veronese, entstanden 1562 bis 1563. Das Gemälde misst fast 10 Meter in der Breite und zeigt die biblische Szene, in der Jesus Wasser in Wein verwandelt.

Über 130 Figuren sind dargestellt – Musiker, Adelige, Mönche und Hunde sowie Katzen, für die ich mich am meisten interessiert habe. Es lohnt sich, dieses Ölgemälde länger zu betrachten. Man entdeckt immer neue Gesichter, interessante Details und auch kleine Geschichten.

Einen ausführlichen Beitrag zur „Mona Lisa“ und zur „Hochzeit von Cana“ gibt es auf der Louvre-Webseite „FROM THE ‚MONA LISA‘ TO ‚THE WEDDING FEAST AT CANA„.


Der Louvre abseits der „großen Namen“

Ehegatten-Sarkophag von Cerveteri, Erdgeschoss des Denon-Flügels

Nicht nur den großen Namen folgen, sondern auch die stillen Ecken entdecken. In den unzähligen Räumen des Louvre-Museum können Besucher die etruskische Kultur in der Abteilung für Griechische, Etruskische und Römische Altertümer entdecken. Hier steht das berühmte Ehegatten-Sarkophag aus Cerveteri, das auf das späte 6. Jahrhundert v. Chr. datiert wird.


Die Anfänge – das mittelalterliche Fundament des Louvre

Untergeschoss, Sully-Flügel

Ein absolutes Highlight war für mich der Besuch der mittelalterlichen Fundamente. Ursprünglich wurde der Louvre Ende des 12. Jahrhunderts von König Philipp II. als Festung gebaut – mit dicken Mauern, Türmen und einem tiefen Graben.

Im Untergeschoss sind heute die Überreste dieser alten Bastion zu sehen: gewaltige Steinmauern, die einst Paris schützten. Später wurde die Festung schrittweise in einen Palast umgebaut – besonders durch Franz I. und den Architekten Pierre Lescot in der Renaissance.


Fazit

Erst orientieren und dann gezielt ein paar Highlights auswählen. So bleibt der Besuch entspannt und voller schöner Eindrücke. Und jedes Mal entdeckt man etwas Neues. Ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch.

Blick von der „Pont Neuf“ auf die Inselspitze der „Île de la Cité“ und auf den Louvre (Hintergrund)

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