Wenn Bilder dorthin zurückkehren, wo ihre Geschichten begonnen haben: Am 4. Juli 2026 fand in Straubenhardt-Feldrennach zum zweiten Mal die Veranstaltung „Kunst im Garten“ im Wildbienenheim Hortus Apis Fera von Britta und Klaus Faaß statt.

Am 4. Juli 2026 fand in Straubenhardt-Feldrennach zum zweiten Mal die Veranstaltung „Kunst im Garten“ im Wildbienenheim Hortus Apis Fera von Britta und Klaus Faaß statt.

Was war „Kunst im Garten“ in Feldrennach?

Ich zeigte dort mehrere meiner naturinspirierten Bilder zwischen Stauden, Wiesenblumen, Holzhütte und summenden Wildbienen. Für mich war dieser Garten der ideale Ort, weil viele meiner Werke aus Naturbeobachtungen, intuitiven Malprozessen und kleinen Gartenmomenten entstehen. So wurden die Bilder nicht nur ausgestellt, sondern für einen Nachmittag selbst Teil der Natur.

Warum passt meine Kunst so gut in den Garten?

Zwischen blühenden Stauden, Wiesenblumen, Holzhütte und summenden Wildbienen fand ich für meine Bilder den eigenen Platz. Sie wurden Teil der Natur. Die Staketenzäune des Wildbienenheimes waren dafür bestens geeignet. Mit der Perlonschnur, die auf der Rückseite des Kunstwerkes angebracht ist, klappte die Aufhängung wunderbar. Wenn sie dabei etwas schief hingen oder von Pflanzen bzw. Blumen verdeckt waren, störte mich das überhaupt nicht. Im Gegenteil: Die Natur gestaltet bei meiner Gartenausstellung mit. Es wurde mir wieder bewusst, wie eng meine Malerei doch mit der Natur verbunden ist.

Welche Bilder habe ich im Wildbienenheim ausgestellt?

Was erzählt das Bild „Pollenflug“?

Bei diesem Bild kombinierte ich Wachsmalstifte, Tusche und Acrylfarben intuitiv, wobei ich viele Farbschichten auf das Papier pinselte. Bis ich endlich lebendige Formen erkannte und diese weiter ausarbeitete. 

Für mich ist das Bild "Pollenflug" ein farbenfroher Ausdruck der Natur.

Zum Schluss entstand etwas ähnliches wie eine Blume und mir kam die Idee, das Bild noch mit gelben kugelförmigen Formen zu ergänzen. Pollenflug! Für mich ist das Bild ein farbenfroher Ausdruck der Natur. Und wenn man ganz genau hinguckt, ist auch ein kleines Insekt zu entdecken.

Besonders gefreut hat mich, dass das Bild „Pollenflug“ sofort das Herz einer Besucherin eroberte. Es hat an diesem Tag ein neues Zuhause gefunden.

Warum gehören Erdbeeren, Garten und Malerei für mich zusammen?

Eine Schale voller Erdbeeren, die nicht nur Lust auf die frischen Früchte macht, sondern auch die Schönheit und die Inspiration des Gartens einfängt. Dieses Bild ist ein Zeugnis dafür, wie ein einfacher Gartenmoment zu einer kreativen Reise werden kann.

Erdbeeren sind nicht nur ein Genuss für den Gaumen, sondern auch eine Quelle kreativer Inspiration.

Der Malprozess hat nicht nur sehr viel Spaß gemacht, es war auch eine fantastische Erfahrung der Entschleunigung und Achtsamkeit. Das Bild erinnert mich jedes Mal daran, wie viel Freude und Kreativität im eigenen Garten verborgen liegen.

Wie entstand „Der Ara kommt aus dem Meer“?

„Der Ara kommt aus dem Meer“ – was für ein merkwürdiger Titel für ein Bild? Oder? Doch die Reise hat tatsächlich mit einer Meereslandschaft begonnen. Diese brachte ich in leuchtenden Acrylfarben auf die Leinwand. Doch nicht das Meer allein reichte mir. 

Mein Bild "Der Ara kommt aus dem Meer" war eine ideale Ergänzung im Garten. Das Blau fügte sich in das Grün.

Ich begann das Bild loszulassen, übermalte es mit blauer, gelber und grüner Arcryfarbe, erzeugte wirre Strukturen mit der Folientechnik und kratzte mit einer Spachtel und einem Zweig in die nasse Farbe. Durch diese spontanen Kratzbewegungen sind unerwartete Formen und Linien entstanden.

Aus den zufälligen Formen entwickelte sich nach und nach ein papageienähnliches Gebilde – ein Hyazinthara. Er tauchte plötzlich aus den Tiefen der Meereswelt auf. Mithilfe von Wellpappe und Luftpolsterfolie habe ich zum Schluss lebendige Muster erzeugt.

Was bedeutet mein Bild „Frühlingserwachen“?

Das Bild „Frühlingserwachen“ steht für Neubeginn. Nach jedem Winter kommt der Frühling. Dieses Mixed-Media-Werk ist von Naturstimmungen geprägt. Dabei male ich keine naturgetreue Abbildung, sondern zeige eher einen malerischen Ausdruck dessen, was Natur in mir auslöst. In der intuitiven Malweise entstand eine abstrakte Tulpe in Rosa und Gelbgrün. Die Blütenblätter entfalten sich vor einem blauvioletten Himmel. Pollen fliegen in die Atmosphäre – im Bild orange und fragmentiert dargestellt. Ich kann mir gut vorstellen, wie eine Wildbiene von dieser Tulpe angelockt wird und in den Pollen badet.

Mein Bild „Frühlingserwachen“ zeigt für mich eindeutig eine Tulpe als Symbol des Neubeginns.

Mein Bild „Frühlingserwachen“ zeigt für mich eindeutig eine Tulpe als Symbol des Neubeginns. Einige Besucher entdeckten darin jedoch einen Frosch! Ein schönes Beispiel dafür, wie jeder Mensch Kunst mit seinem ganz eigenen Blick betrachtet. Genau diese unterschiedlichen Sichtweisen machen Kunst so spannend und lebendig.

Welche Geschichte steckt hinter „Der Pollenwanderer“?

In „Pollenwanderer“ verschmelzen Natur und Fantasie zu einer lebendigen Gartenwelt. Zwischen leuchtenden Blüten und einem neugierigen Hasen tanzt im Hintergrund eine Familie voller Freude durch den Garten.

In „Pollenwanderer“ verschmelzen Natur und Fantasie zu einer lebendigen Gartenwelt.

Die Familie steht für Zusammenhalt, Leichtigkeit und die Verbundenheit mit der Natur. Die verwendeten Neonfarben verleihen dem Gemälde eine besondere Magie: Im Dunkeln beginnt es zu leuchten und eröffnet eine faszinierende zweite Bildwelt.

Warum passte der „Gallus“ an den Rand des Staudenbeetes?

Der „Gallische Hahn“ ist ein inoffizielles Nationalsymbol Frankreichs. Ich fand, das Bild mit dem flatternden Hahn fand hier an der Ecke des Staudenbeetes einen geeigneten Platz. Es war ein spontaner Hingucker mit Schmunzeleffekt.

Das Bild mit dem flatternden Hahn fand hier an der Ecke des Staudenbeetes einen geeigneten Platz.

Erlebe, wie der stolze Gallus auf den Eiffelturm flattert. Mit „Meta AI“ zeige ich eine Animation von drei Kunstwerken, darunter der Gallus wie er auf den Eiffelturm kommt: Klassische Malerei trifft auf KI.

Was macht Kunst im Garten besonders lebendig?

Besonders schön war es, mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch zu kommen. Viele erzählten von ihren eigenen Erfahrungen mit naturnahen Gärten und den Naturerlebnissen. Viele interessierten sich dabei für die Kunst, wie Natur sie inspirieren kann. Intuitive Malprozesse oder besonders die Wirkung der Neonfarben im Kontext mit Blumen und Pflanzen sorgte für Gesprächsstoff.

Der Nachmittag wurde auch musikalisch begleitet. „Die Soul- und Blues-Band „Fishers & Friends“ verlieh der Veranstaltung eine angenehme Leichtigkeit und passte wunderbar zur entspannten, harmonischen Atmosphäre des Gartens.

Mein herzlicher Dank gilt Britta und Klaus. Mit viel Engagement und Liebe haben sie das Wildbienenheim in Feldrennach zu einem besonderen Ort gemacht, an dem Natur, Kunst und Begegnung harmonisch zusammenfinden.

Für mich war dieser Tag weit mehr als eine Ausstellung. Es war das schöne Gefühl, dass meine Bilder für einen Moment dorthin zurückkehren durften, wo viele ihrer Geschichten ihren Anfang genommen haben. Und zwar in der Natur.

FAQ

Was ist „Kunst im Garten“ in Feldrennach?

„Kunst im Garten“ ist eine Veranstaltung im Wildbienenheim Hortus Apis Fera in Straubenhardt-Feldrennach, bei der Kunstwerke in einem naturnahen Garten gezeigt werden.

Warum passt naturinspirierte Kunst gut in einen Garten?

Naturinspirierte Kunst wirkt im Garten besonders lebendig, weil Farben, Formen, Licht, Pflanzen und Insekten in einen direkten Dialog mit den Bildern treten.

Welche Bilder wurden gezeigt?

Ich zeigte unter anderem „Pollenflug“, „Erdbeeren“, „Der Ara kommt aus dem Meer“, „Frühlingserwachen“, „Der Pollenwanderer“ und „Gallus“.